Feng Shui bedeutet wörtlich übersetzt „Wind“ und „Wasser“. Die Bedeutung geht auf einen der alten, klassischen Texte zurück. Sinngemäß geht es darum, dass der sich bewegende Wind und das fließende Wasser das Chi der Umgebung transportieren bzw. binden. Wenn also ein Feng Shui-kundiger feststellen will, welches Chi um ein Haus herum wirkt, so muß er (u.a.!) lernen, die verschiedenen Möglichkeiten des Windes und des Wassers einzuschätzen. Feng Shui kann auf den gleichen Ursprung zurückgeführt werden wie die traditionelle chinesische Medizin (TCM), die nicht zuletzt wegen einer ihrer Heilmethoden, der Akupunktur, im Westen schon lange bekannt ist und genutzt wird. Aber auch das Gesamtwerk der TCM ist im Westen inzwischen etabliert und wird auch von westlichen Medizinern anerkannt und angewandt.
Weniger bekannt ist noch immer das traditionelle Feng Shui, obwohl es sogar als ein Teil der TCM bezeichnet werden kann. Und wenn Feng Shui bekannt ist, dann oft als eine Form der Raumgestaltung, die sich zwar Feng Shui nennt, es aber im traditionellen Sinne nicht ist.
Was klassisches Feng Shui ist, kann nicht in wenigen Sätzen beschrieben werden, es gibt aber zwei gute Seiten, auf die ich gerne verweise:
Jürgen Schnitzler www.fengshui-hausdoktor.de
Jürgen Kunth www.fengshuikunth.de
Das Grundkonzept für die chinesische Medizin wie für Feng Shui ist das Gleiche:
-Die Grundidee von Yin und Yang
-Die 5 Wandlungsphasen (oft nicht ganz richtig bezeichnet als die 5 Elemente)
-In allem Lebenden wirkt Chi (oft ungenügend als Energie übersetzt)
In seinem Ursprungsland wird Feng Shui zu Recht, so meine ich, als eine Wissenschaft bezeichnet. Die Vorgehensweise über 1000de von Jahren war die, das Wirken der unsichtbaren Kräfte hinter dem ständigen Wandel der Natur zu beobachten und zu ergründen. Ziel war und ist es, dem einzelnen Menschen Hilfe und Unterstützung zu geben, um mit der ihn umgebenden Um-welt in möglichst großer Harmonie zu sein. Hierbei kann es also nicht, wie im Westen so oft angenommen, um ein starres Regelwerk mit festen Tipps gehen. Denn die Grundidee, die Allem zugrunde liegt, ist der Wandel. Beschrieben im großen Buch der Wandlung, dem I-Ging.
Im Westen gibt es zwei große Strömungen, wenn es um die Frage geht: Welchen Einfluss kann ich auf mein Leben nehmen?
Die Einen sagen: So gut wie keinen, alles ist vorbestimmt ( mit göttlichem Hintergrund oder auch ohne). Entwicklung bedeutet daher vorwiegend zu lernen, sich seinem Schicksal zu er-oder hinzu- geben. Da hilft dem Einen das Erlernen der Demut, dem Anderen durch Anhäufung von Bildung, Beziehungen und diversen Macht- und Einflussmöglichkeiten innerhalb der Gesellschaft sich diesem ( oft in seinem weiteren Verlauf unbekannten) Schicksal mehr und mehr anzuvertrauen.
Die Anderen sagen: Alles ist beeinflussbar. Voraussetzung ist, sich aktiv mit seinem Leben und vor Allem der eignen Vergangenheit aus- einander-zusetzen. Dies schließt vielfach auch die vergangenen Leben ein. Hier ist dann viel therapeutische Arbeit, viel Zeit und oft auch viel Geld gefragt um der letztendlichen Frage näher zukommen: Kann ich mein eigenes Leben selbst kreieren?
Die traditionelle östliche Betrachtungsweise ist anders. Sie ist immer eine ganzheitliche und sieht den Menschen innerhalb seiner Wechselwirkung mit seinem Inneren und seiner Um-welt. Ganzheitlich auch im Sinne Körper/Geist/Seele. Traditionell ist diese Betrachtungsweise natürlich mit dem Buddhismus und dem Taoismus verwoben, aber sie ist heute auch frei von jeglicher Religion begreifbar und anwendbar.
Die Grundidee ist, dass das Leben des Menschen durch 3 große Bereiche geprägt wird:
Sein himmlisches Glück:
Hier sind wir wieder beim Schicksal. Der Feng Shui-kundige bezieht dies durch die Betrachtung der chinesischen Astrologie in seine Überlegungen ein. Das Schicksal ist durch die Geburt vorgegeben. Der Mensch kann es zwar nicht beeinflussen, aber er kann sich in Kenntnis darüber setzen und sich nach ihm ausrichten. Dies wird seinen weiteren Lebensweg positiv beeinflussen.
Sein menschliches Glück:
Dieses ist wenig vorgegeben und der Mensch kann starken Einfluss darauf nehmen durch: Erziehung – Ausbildung –Tugend – Ernährung – seine Handlungen und Taten. Der Feng Shui-kundige kann ihm helfen, die Einflussnahme in Übereinstimmung mit seinem Horoskop und den zukünftigen, zu erwartenden Einflüssen vorzunehmen.
Sein irdisches Glück:
Das Feng Shui seiner Umgebung. Er kann es beeinflussen, dort, wo er seine Umgebung selbst gestaltet und er kann es wählen, wenn es um das Feng Shui einer Stadt oder Landschaft geht. Auch hier kann der Feng Shui-kundige wichtige Hinweise geben.
Es ist also leicht ersichtlich, dass der Mensch einen erheblichen Einfluss auf seinen weiteren Lebensweg nehmen kann, aber keinen 100prozentig umfassenden.
Wie sie sehen, ist die Spanne der Einflussnahme sehr groß und Feng Shui ist immer EINE Maßnahme, eingebettet in ein ganzes System.
Und noch eine gute Nachricht zum Schluss:
Feng Shui ist ein scheinbar einfaches System, das seine Komplexität erst entfaltet, wenn der Praktizierende sich intensiver mit ihm beschäftigt. Doch seine Wirkung stellt sich sofort ein, selbst wenn Sie nicht so recht daran glauben.
Falls Sie sich jedoch entscheiden, sich selbst kundig zu machen, hoffe ich, dass Sie einige Anregungen auf meinen Seiten finden.
Wenn Sie konkrete Fragen habent: mailen Sie mir. Ich antworte garantiert.